Ein Schülerblog von Pavlovic Sofija, Pischinger Laura und Ilciuc Emil.


Allgemein

Das „außerirdische Leben“ ist eine Bezeichnung für Lebensformen, die nicht auf der Erde beheimatet, oder entstanden sind. Der Begriff deckt alle existierenden Erscheinungsformen und Arten ab. Außerirdische Wesen werden öfters auch Aliens genannt.

Es ist schwer vorstellbar, dass in all den über 100 Milliarden Galaxien im sichtbaren Universum, nur wir als „Lebewesen“ existieren. 1961 wurde die “Drake-Gleichung“ erstmals von Frank Drake, dem Entwickler, vorgestellt. Sie soll die Wahrscheinlichkeit von extraterrestrischen Zivilisationen in der Milchstraße berechnen. Die Gleichung ist auch als Green-Bank-Formel oder SETI-Gleichungbekannt. Die meisten Faktoren dieser Gleichung sind unbekannt.

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Es wurde geschätzt, dass es in der Milchstraße 36-10.000 außerirdische Zivilisationen geben könnte. Die meisten Menschen gehen heute davon aus, dass enorme Distanzen zwischen uns und außerirdischen Zivilisationen liegen.

Gesagt wird auch, dass Planeten wie die Erde womöglich nur sehr selten entstehen können und dass wir auf unserem Planeten eine „unwahrscheinliche Kombination astrophysikalischer und geologischer Voraussetzungen“ haben. Dies nennt man auch die Rare-Earth-Hypothese.

Die Hypothese der Panspermie besagt aber auch, dass irdisches Leben nicht auf der Erde entstand, sondern durch Asteroiden auf die Erde gebracht wurde. Wenn dies stimmen würde, könnten vor allem einfache außerirdische Lebensformen den irdischen ähneln.

Die Spekulationen über die Art außerirdischer Lebensformen lassen sich grob in drei Gruppen einteilen:

  • diejenigen, die dem Leben auf der Erde ähneln,
  • Lebensformen, die dem irdischem Leben gar nicht ähneln,
  • niedere Lebensformen (Mikroorganismen).
Wasser auf Asteroid Bennu - wissenschaft.de

Forscher haben bereits günstigste Bedingungen für Leben auf Asteroiden entdeckt, nämlich  Gestein von Planeten und großen Monden, vor allem terrestrischer Art, in der habitablen Zone des jeweiligen Sterns mit flüssigem Wasser an ihrer Oberfläche. Wasser und eine steinige Oberfläche reichen jedoch noch nicht aus, um außerirdisches Leben nachzuweisen.

Seit Anbeginn der Erkundung des Weltalls durch den Menschen stellt sich die Frage nach einem Leben außerhalb der Erde. Zahlreiche Planeten sind seither entdeckt worden, doch irgendwelche Anzeichen von Leben wurden bislang nicht gefunden. Das mag zum einen an den noch immer nicht dafür ausreichenden technischen Möglichkeiten der Forscher liegen. Zum anderen aber wohl auch an der Tatsache, dass bisher eigentlich keiner der außerhalb unseres Sonnensystems liegenden Planeten, erdähnliche, also für organische Lebensformen ideale, Bedingungen bereithält.

Die Suche nach außerirdischer Intelligenz

SETI steht für "Search for Extraterrestrial Intelligence" – die Suche nach außerirdischer Intelligenz. Seit den 1960ern gibt es viele wissenschaftliche Programme, die das Ziel haben, mit solchen Zivilisationen Kontakt aufzunehmen. Dies geschieht etwa durch ausgesandte Radiosignale mit Botschaften.

Welt der Physik: Wasser auf dem Mars

Die Wissenschaft konzentriert sich vor allem auf die Suche nach Anzeichen von Leben oder dessen Spuren auf Exoplaneten, Meteoriten, unseren Nachbarplaneten und deren Monden, sowie auf die Suche nach Radiosignalen, die von intelligenten außerirdischen in fremden Sonnensystemen herrühren könnten.

Zurückgefunkt hat bisher allerdings noch niemand. Daher konzentrieren sich die meisten Forscher darauf, zu erkunden, an welchen Orten Leben existieren könnte.

Der aktuelle Favorit: unser Nachbarplanet Mars. Denn auf ihm wurde Wasser entdeckt, zwar in Form von Eis, doch im Boden sogar in der flüssigen Phase.  Und tatsächlich gab es im Zuge des Viking-Programmes der NASA 1976 grobe Hinweise auf Mikroben. Das Problem war nur, dass der Test auf Mikroben negativ ausfiel, sobald die Probe mit Wasser gemischt wurde.

Erst in den vergangenen Jahren haben Forscher eine Erklärung gefunden: Es könnte sein, dass auf dem Mars tatsächlich Organismen existieren, die aber im Gegensatz zum Leben auf der Erde als Zellflüssigkeit Wasserstoffperoxid und Wasser besitzen. Diese Mischung zieht Wasser stark an.

Nach der Vorstellung der Forscher könnten sich die Organismen so mit dem wenigen verfügbaren Wasser auf dem trockenen Mars versorgen. Bei der Probe der Viking-Sonden wären die Mikroben schlicht durch die Mischung mit den großen Mengen an Wasser geplatzt – wodurch der Test nach der Mischung negativ ausfiel.

Man nimmt auch an, dass auf den Planeten Venus, und auf den Monden Jupiters (Europa, Ganymed und Kallisto) Leben existieren kann oder konnte.Auf der Venus gibt es schon verschiedene Hinweise auf mögliches Leben in höheren Schichten der Atmosphäre. Auf dem Saturnmond Titan könnten, unter der dichten Atmosphäre aus Stickstoff und Methan, Bedingungen herrschen, die der Ur-Erde ähneln. Die lebensfreundlichsten Bedingungen im Sonnensystem außerhalb der Erde, scheint nach derzeitigem Kenntnisstand allerdings nur der 500 km große Saturn(eis-)mond Enceladus zu bieten.

Exoplaneten

Erdgroße Exoplaneten um den Stern TRAPPIST-1 enthalten ...

Der Begriff "Exoplanet" steht für alle Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Diese sind potenzielle Entstehungsorte außerirdischen Lebens. Deshalb beschäftigt sich ein ganzes Teilgebiet der Astronomie mit der Suche nach Exoplaneten.

Dabei nutzen die Forscher zahlreiche Tricks, um diese Himmelskörper ausfindig zu machen. Denn Planeten leuchten nicht. Daher sind sie optisch sehr schwer zu erkennen. Die Exoplaneten verraten sich jedoch selbst: Sie beeinflussen die Erscheinung des Zentralsterns, also der Sonne, um die sie kreisen.

Die einfachste Auswirkung ist die periodische Verdeckung des Zentralsterns: Immer dann, wenn sich der Planet vor dem Stern bewegt, verdeckt er ihn, wodurch weniger Licht auf der Erde ankommt. Der Stern erscheint mal heller, mal dunkler.

Das kann man messen und so Rückschlüsse auf einen umkreisenden Planeten ziehen. Ein weiteres Indiz für einen Exoplaneten ist das Kreisen eines Sterns. Wenn ein Planet um den Stern kreist, beeinflusst er durch seine Gravitation dessen Bewegung. Da sich das ganze System dreht, eiert der Stern so wie ein Hammerwerfer, der sich im Kreis dreht.

Der Mars-Rover

Mars Exploration Rover - Wikipedia

Ein Mars-Rover ist ein ferngesteuertes Fahrzeug für die Marsforschung, welches mit verschiedenen Messgeräten und Werkzeugen ausgestattet ist. Während der Erforschung des Planeten, gab es vier erfolgreiche Missionen mit Mars-Rovern. Mittlerweile ist nur noch das im August 2012 gelandete Mars Science Laboratory Curiosity aktiv, nachdem kein Kontakt zum Mars-Rover Opportunity aufgebaut werden konnte und die NASA am 13. Februar 2019 das Ende dieser Mission bekanntgab. Mars-Rover werden von der Erde aus gesteuert. Sie haben aber zum Teil auch autonome Fähigkeiten und senden ihre Messergebnisse an die Erde zurück.

Gestartete Mars-Rover

Mars 2 misslang am 27. November 1971 (stürzte auf die Mars-Oberfläche)

Mars 3 am 2. Dezember 1971 war ebenfalls kein Erfolg (Funkkontakt stürzte nach wenigen Sekunden ab)

Sojourner, der erste erfolgreiche Mars-Rover, arbeitete im Rahmen des NASA-Programms Mars Pathfinder von 4. Juli bis 27. September 1997.

Spirit und Opportunity landeten im Januar 2004 auf dem Mars. Vom 22. März 2010 an konnte kein Kontakt mehr zum Rover Spirit hergestellt werden. Dennoch ist der sechs Jahre dauernde Einsatz von Spirit und die Tatsache, dass Opportunity bis Juni 2018 voll funktionsfähig war, bemerkenswert, da die geplante Primärmissionsdauer der beiden Rover nur etwa drei Monate betrug.

Das Mars Science Laboratory Curiosity ist ein Mars-Rover der NASA. Der Start erfolgte am 26. November 2011. Die Marslandung glückte am 6. August 2012.

Am 23. Juli 2020 startete die chinesische Sonde Tianwen-1 von Wenchang aus und befindet sich derzeit auf dem Weg zum Mars. Sie soll im April 2021 landen und einen Rover absetzen.

Eine Woche nach Tianwen-1 startete die Mission mit dem Rover Perseverance mit einer Trägerrakete vom Typ Atlas V. Teil dieser Mission ist diesmal auch eine Helikopterdrohne, die die Rovermission unterstützen soll.

Quellen: