Ein Schülerblog von Lukas Paukner.


Im Grunde beschreibt der Treibhauseffekt die Wirkung von Treibhausgasen in der Atmosphäre auf die Temperatur einer Planetenoberfläche. Er bewirkt eine Erhöhung der Temperatur. Der Effekt entsteht dadurch, dass die Atmosphäre weitgehend transparent für die von der Sonne ankommende kurzwellige Strahlung ist, jedoch wenig transparent für die langwellige Infrarotstrahlung, die von der warmen Erdoberfläche und von der erwärmten Luft emittiert wird.

Der anthropogene und der natürliche Treibhauseffekt

Es gibt 2 verschiedene Arten des Treibhauseffekts. Den anthropogenen, der von Menschen erzeugt wird, und den natürlichen. Diese werden hier näher beschrieben.

Der natürliche Treibhauseffekt

Der natürliche Treibhauseffekt wird dadurch möglich, dass die Erde eine Atmosphäre besitzt, in der es einige Gase gibt, die die Strahlungsvorgänge beeinflussen. Diese machen weniger als 1% der Masse der Erdatmosphäre aus. Die Wichtigsten unter ihnen sind Wasserdampf (H2O), Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N2O), auch Lachgas genannt. Diese werden auch aufgrund ihrer Wirkung auf die Strahlung als Treibhausgase bezeichnet. Sie besitzen die Eigenschaft, die kurzwellige Strahlung der Sonne durch die Atmosphäre zu lassen, die langwellige, von der erwärmten Erdoberfläche abgestrahlte Wärmestrahlung teilweise zu absorbieren und nach allen Seiten zu emittieren; auch zurück zur Erdoberfläche.

Quantitativ spielt sich im Bereich der Strahlung folgendes ab: Ca. 22,1% der eingestrahlten kurzwelligen Solarstrahlung wird von Wolken oder Partikeln reflektiert. Ca. 23,5% werden absorbiert. Von den restlichen 54,4% werden 13,5% von der Erdoberfläche reflektiert. Der Rest der direkten Sonneneinstrahlung wird von Land und Ozean absorbiert. Die aufgewärmte Erdoberfläche emittiert langwellige Strahlung in die Atmosphäre. Ein kleiner Teil davon geht direkt in den Weltraum. Der Rest wird absorbiert.

Abbildung 1

Ohne den natürlichen Treibhauseffekt läge die Mitteltemperatur auf der Erde bei ca. -18°C.

Abbildung 2

Der anthropogene Treibhauseffekt

Wenn in der Öffentlichkeit die Rede vom Treibhauseffekt ist, so ist meistens der anthropogene Treibhauseffekt gemeint (anthropogen = durch Menschen verursacht/hervorgerufen). Der jedoch ist nur eine Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts und er wird durch die vom Menschen emittierten Treibhausgase verursacht. Schon seit Beginn des Industriezeitalters beeinflusst der Mensch die Atmosphäre mit einem zusätzlichen Treibhauseffekt. Der vom Menschen erzeugte Treibhauseffekt (fachsprachlich anthropogener Treibhauseffekt) verändert die Strahlungsbilanz der Erde durch Emission von Treibhausgasen. Diese entsteht durch menschliche Aktivitäten.

Durch die Temperaturerhöhung, die zu einer höheren Verdunstung führt, steigt auch der Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre. Dessen Temperaturwirksamkeit ist jedoch relativ gering. Einen weit größeren Temperatureffekt hat die Erhöhung des CO2. Nur die CO2-Zufuhr von ungefähr 36 Milliarden Tonnen pro Jahr (Messwerte 2015) bewirkt, dass CO2für weit über die Hälfte des anthropogenen Treibhauseffekts verantwortlich ist.

Abbildung 3

Was können wir dagegen tun?

  • Raumtemperatur nachts oder bei Abwesenheit um 5°C absenken - spart ca. 440 kg CO2 pro Jahr und Haushalt. Diese Maßnahme senkt auch monatliche Ausgaben.
  • Kühlschrank an einen kühleren Ort stellen - spart ca. 150 kg CO2 pro Jahr und Haushalt.
  • Wenn Reste eines Essens eingefroren werden sollen, sollten sie lieber zuerst abkühlen - spart ca. 6 kg CO2 pro Jahr und Haushalt.
  • Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen - spart ca. 250 kg CO2 pro Jahr und Haushalt.
  • Bei Ökostrom-Anbietern anmelden. In vielen Fällen ist Strom aus erneuerbaren Materialien nicht teurer als der konventionelle - spart ca. 520 kg CO2 pro Jahr und Haushalt.
  • Einen Niederdruck-Brausekopf an der Dusche montieren - spart ca. 230 kg CO2 pro Jahr und Person.

Natürlich kann man noch viel mehr unternehmen, damit die Masse an Treibhausgasen nicht so rapide zunimmt.

Abbildung 4

Quellen:

Bilderquellen: