Perseverance & Ingenuity / Der erste Flug

Technischer Fortschritt Juni 25, 2021

Ein Schülerblog von Jakob Kinne.


Der Hubschrauber Ingenuity soll voraussichtlich am kommenden Sonntag (11.04.2021) seinen Jungfernflug auf dem Mars absolvieren. Es wäre der allererste kontrollierte, motorisch angetriebene Flug auf diesem Planeten. Ingenuity hat auch schon die ersten Nächte allein unbeschadet überstanden. (Bei ~ -90°C ist das auch kein Kinderspiel)

Perseverance

Der Mars Rover Perseverance (Percy) hat die ungefähre Größe eines Autos und wurde für die Erkundung des Kraters „Jezero“ gebaut. Los geschickt wurde er am 30. Juli 2020 um 11:50 UTC und erst Monate später, am 18. Februar 2021, bekam man die Bestätigung einer erfolgreichen Landung auf dem fremden Planeten.

Sein Design stammt von seinem Vorgänger Curiosity ab und besitzt einige Verbesserungen. Percy ist mit sieben primären Nutzlastinstrumenten, 19 Kameras und zwei Mikrofonen ausgestattet. Noch dazu trägt er den kleinen Helikopter Ingenuity.

Die Ziele des Rovers beinhalten:

  • Das Suchen nach Umgebungen, in welchen Leben möglich ist
  • Das Suchen nach Beweisen für mikrobiologisches Leben in diesen Umgebungen
  • Das Sammeln von Erd- und Gesteinsproben
  • Das Testen der Sauerstoffproduktion der marsianischen Atmosphäre, für zukünftige bemannte Missionen
Fun Fact: Wussten Sie, dass der Mars Rover bei einem „Name the Rover“-Konntest benannt wurde?

Ingenuity

Der kleine Helikopter Ingenuity (Ginny) ist ungefähr 2 Kilogramm schwer und besitzt große, 1.2 Meter lange Rotorblätter, welche sich ca. fünfmal so schnell drehen, wie die eines herkömmlichen Helikopters. Bis zu eineinhalb Minuten kann Ingenuity in der Luft bleiben, bevor seine Batterien leer sind. In diesen kann er, bis zu 300 Meter weit und 5 Meter hoch, fliegen.

Bei Erfolg des ersten Flugs, würde sich somit eine neue Perspektive der Marslandschaft bieten.

Der Flug

Geplant ist ein dreißigsekündiges Abheben bis in eine Höhe von drei Metern. Jedoch unterliegt der Termin dieses Unterfangens den herrschenden Wind- und Umgebungsbedingungen. Aufgrund der nur knapp einem Prozent der irdischen Dicht entsprechenden Atmosphäre ist das Fliegen auf dem Mars eine große Herausforderung.

Die Steuerung erfolgt, hinsichtlich der beträchtlichen Signallaufzeit, autonom mithilfe eines kontinuierlichen Abgleichs zwischen gespeicherten Orientierungsmarken und aktuellen Sensorinformationen. Die während des Flugs gesammelten Daten sowie Bilder werden danach genauestens analysiert, um das Potential der neuen Fortbewegungsart auf dem Roten Planeten zu demonstrieren und um in weiterer Hinsicht die nächste Dimension der Atmosphäre freizuschalten.

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