Populismus

Philosophie Feb. 26, 2021

Ein Schülerblog von Christoph Kumpf.


Inhaltsverzeichnis

  • Was ist Populismus?
  • Begriffserklärung
  • Kann ich nun wirklich zum Herrscher aufsteigen?
  • Fragen zum Buch
  • Welche Werkzeuge benötigt ein/e Populist/in, um die Massen zu mobilisieren? Auf welche würdest du verstärkt zurückgreifen?
  • Welche Rolle spielen Krisen für ein/e Populist/in bzw. inwiefern können sie genutzt werden?
  • Wie kannst du dich an der Macht halten bzw. welche systematischen Veränderungen musst du durchsetzen?
  • Wie geht ein/e Populist/in jeweils mit den Bereichen Wissenschaft, Mythos und Glaube, Wirtschaft, Sport und Medien um?
  • Wie halten es Populisten mit der Wahrheit bzw. gibt es diese für sie überhaupt?
  • Wie kann man sich selbst vor solchem Gedankengut schützen bzw. wie bemerkt man, dass es einen "erwischt" hat?
  • Methode Hitler, Stalin und Tito.
  • Die Methode Hitler: Was nicht passt, ist auch nie passiert.
  • Die Methode Stalin: Photoshop-Meister der Dreißigerjahre.
  • Die Methode Tito: Wann ihr Leben beginnt, bestimmen immer noch Sie!
  • Seien sie nicht für, sondern gegen etwas!
  • Ideen und Ideale
  • Quellen

Was ist Populismus?

Populisten sagen dem Volk genau was es hören möchte, um an Ruhm und Macht zu gelangen. Sie behaupten das Sprachrohr der Bevölkerung zu sein und, dass nur ihre Wenigkeit, die Einzigen wären, um zu sagen was alle denken. Dazu schüren Populisten auch Ängste und erschaffen ein Feindbild, welches meist von Minderheiten belegt wird. Probleme jeglicher Art werden nun einfach den Randgruppen in die Schuhe geschoben.

Begriffserklärung

Autokraten = Alleinherrscher, der die unumschränkte Staatsgewalt für sich beansprucht/selbstherrlicher Mensch

Fundus = Bestand/Grundstock

eher marginal = nicht unmittelbar wichtig

veritablen = wahrhaft, echt, wirklich

Bollwerk = Festung oder Kai

gestandener Demokrat = erfahrener Anhänger der Demokratie

Kann ich nun wirklich zum Herrscher aufsteigen?

Diese Frage stelle ich mir nach dem Lesen der Lektüre „Populismus leicht gemacht“ von Ralf Grabuschnig. In diesem Buch ging er detailliert auf damalige Diktatoren ein und hat die Methoden ihres Aufstiegst, der Herrschaft und auch die ihres Unterganges mit den Populisten der heutigen Zeit, wie Donald Trump verglichen. Meiner Meinung nach ist dies eine hervorragende Weise, auch Leuten wie mir, die sich nicht gerade gut in der damaligen Geschichte auskennen, zu zeigen wie manipulativ Politiker vorgehen können, um die Macht eines Landes an sich zu reißen. Wenn man die genannten Methoden, wie das Feindbild, genauer betrachtet und sich in der aktuellen politischen Lage umsieht, ist es erschreckend zu sehen wie viele Parteien, Minderheiten niedermachen, um eventuelle Vorteile bei den Wahlen zu erlangen.

Ein noch viel größerer Skandal ist es, dass diese Falle auch fast überall funktioniert, da die Menschen dann einen Sündenbock haben, auf den sie all ihre Sorgen schieben können. Wie bereits angesprochen bringt uns Herr Grabuschnig, die Geschichte der genialsten Diktatoren besonders nahe. Er spricht auch sehr interessante Fakten an, von welchen ich persönlich noch nie etwas gehört hatte. Als Beispiel spricht er zu Anfang des Buchs, die inzestuöse Vergangenheit Hitler Eltern und dessen langweiligen Leben in Österreich an. Was mich an der ganzen Sache aber noch viel mehr fasziniert, ist obwohl die großen Führer der damaligen Zeit, alles darangelegt haben, aus ihrer Vergangenheit ein großes Mysterium zu machen, wissen wir heutzutage trotzdem über einige sehr peinliche, aber auch geniale Details Bescheid.  

Neben all diesen sauber recherchierten und gut ausgearbeiteten Informationen, finde ich besonders den Aufbau der Lektüre besonders bemerkenswert. Dadurch, dass der Autor einen direkt anspricht, fühlt es sich wie eine Konversation an, in welcher einem die Anleitung zum Aufstieg vorgetragen wird. So bleibt das Buch, finde ich spannend. Gleichzeitig lernt man unglaublich viel neues dazu. Die weitaus größte Errungenschaft, die ich hierdurch erlangt habe, ist das Verhalten von Populisten zu erkennen, zu verstehen und in Folge daraus, wie ich ihnen gekonnt ausweichen kann. Zum Herrscher wird man mit dieser Anleitung zwar nicht werden, es ist aber ein wirklich großartiges Gedankenspiel, wenn man sich überlegt welche Maßnahmen man alle ergreifen müsste, um ein komplettes Land zu unterjochen.

Aus meiner jetzigen Sich würde ich das Buch grundsätzlichen allen ab meiner Altersgruppe weiterempfehlen, da man daraus wirklich einiges für sein zukünftiges Leben mitnehmen kann. Die Gefahr dabei ist aber, wenn man sich nicht wirklich für historische Ereignisse interessiert, ist, dass schnell Langeweile auftreten könnte, da die Methoden immer anhand von Beispielen von damals belegt werden und sich diese ziemlich in die Länge ziehen.

Fragen zum Buch

Feindbild

Feindbilder werden üblicherweise aus Minderheiten erschaffen, um dem Volk eine Gefahr aufzuzeigen, auf welche nur man selbst die Lösung parat hält. So kann man all seine Fehler und Probleme einfach auf eine ausgewählte Gruppe abtreten, wobei man sogar von der Bevölkerung unterstützt wird. Ein übliches Feindbild in der heutigen Zeit, wären die Flüchtlinge, die von vielen Ländern bzw. Parteien als Sündenbock herhalten müssen.

Propaganda

Propaganda kann man mit herkömmlicher Werbung vergleichen, doch mit der Ausnahme, dass man nicht für ein Produkt, sondern für sich selbst und das Land wirbt. Wobei die Darstellung in den Medien sehr oft übertrieben dargestellt werden. Mit dieser Methode kann man den Nationalismus der Bürger besonders stark beeinflussen. Putin wird beispielsweise als Muskelbepackter Mann, der gegen einen Bären kämpft, dargestellt, was seinen Leuten seine Stärke vermitteln soll.

Ideale

Diese kann man aufbauen, wie man will, muss sie aber im Gegensatz zu Ideen nicht umsetzen, sobald man an der Macht ist. Sie dienen nur als Werkzeug, um die Menschen von sich zu überzeugen. Auf diese Weise hat sich sogar Donald Trump, mit leeren Versprechungen, sowie nichts aussagenden Slogans, den Weg nach oben erkämpft.

Nationalist

Durch ihren Glauben an ihr Heimat Land, fühlen sich die Bürger besonders und denken, dass sie unbesiegbar wären. Die meisten Amerikaner sind beispielsweise extreme Nationalisten, da diese besonders stolz auf ihre Herkunft und militärische Kraft sind, was vor allem in amerikanischen Filmen gut zur Geltung kommt.

Welche Werkzeuge benötigt ein/e Populist/in, um die Massen zu mobilisieren? Auf welche würdest du verstärkt zurückgreifen?

Die besten Chancen böten: eine gut modifizierte Biografie, ein glaubhaftes Feindbild, überzeugende Ideale, starker Nationalismus und eine gut platzierte Krise, welche den Aufstieg garantiert. Verstärkt sollte man aber unbedingt den Nationalismus anheizen. Dieser gibt Ihren Leuten nicht nur das unglaublich starke Gefühl von Zugehörigkeit, sondern bringt sie außerdem dazu, Ihnen blind aus der Hand zu fressen. Dadurch werden Sie automatsch, weniger Kritik und Zweifel abbekommen. Falls es dann doch zu einem Misstrauen kommen sollte, müssen Sie Ihr Feindbild mehr denn je in den Vordergrund stellen. Auf diese Weise können so gut wie alle Probleme auf die Minderheit geschoben werden.

Welche Rolle spielen Krisen für ein/e Populist/in bzw. inwiefern können sie genutzt werden?

Eine Krise kann, wenn Sie gerade Ihren Aufstieg planen, eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Rolle ihrer Karriere spielen. Verallgemeinert dienen Krisen vor allem als Ablenkung um große Missgeschicke zu vertuschen oder neue Maßnahmen durchzusetzen. Wenn man beispielsweise ein neues Gesetz einführen möchte, muss man nur eine Krise, in welcher die Menschen es auf einmal härter haben vortäuschen. Als nächstes lässt man es so aussehen, als ob man der Bevölkerung großzügig entgegenkommt. In diesem entscheidenden Moment kann man frei entscheiden welche Änderungen vorgenommen werden sollen, da das Volk in dieser Zeit voll auf Sie angewiesen ist.

Wie kannst du dich an der Macht halten bzw. welche systematischen Veränderungen musst du durchsetzen?

Die Wichtigste Regel ist, dass das Land immer in Gefahr ist. Die Untertanen sollen immer in dem Glauben schweben, dass ihr geliebtes Heimatland, jederzeit an der Kippe des Abgrunds steht. Der Clou? Sei immer der Retter dieser „brenzlichen“ Situationen. Die letzte Hoffnung ist der große Führer, weshalb sich das Volk immer mehr an den Staat klammert.

Um trotzdem keine Panik auszulösen, muss man den Bürgern bei jeder Gelegenheit die militärische Streitkraft vorführen. Dazu kann man eine Wehrpflicht einführen, um den Effekt zu verstärken. Um das Gefolge nun endgültig zu überzeugen bringt man Religion nun verstärkt ins Spiel und stellt sich an dessen Spitze. Sie können Gott spielen du sich von den Bürgern dafür noch verehren lassen.

Wie geht ein/e Populist/in jeweils mit den Bereichen Wissenschaft, Mythos und Glaube, Wirtschaft, Sport und Medien um?

Die Wissenschaft wird von Populisten eher nachlässig behandelt, außer sie erreicht einen großen Durchbruch, welcher dem Land einen Vorteil verschaffen könnte. Darauf würde sie zu Propagandazwecken eingesetzt werden. Mythen sind im Gegensatz dazu sehr kritisch betrachtet. Sie werden vor allem, wenn es um die Regierung geht, sofort im Keim erstickt oder gekonnt ignoriert. Glaube kann eine ihrer wichtigsten Unterwerfungsmittel werden, da man sich mit viel Geschick, selbst als Gott darstellen kann.  

Wenn die Wirtschaft gut läuft, dann geht es auch dem Staat gut. Also ist diese wichtig für jeden Populisten. Sportereignisse werden oft benutzt, um Propaganda zu verbreiten. So wird oft eine Rede gehalten, wie großartig das Reich doch sei. Dazu ist immer das Militär anwesend. Medien werden zensiert und für Propagandazwecke entfremdet. Sie zeigen nur Dinge, die einem selbst wichtig sind. Kurzgesagt gibt es keine öffentliche Meinungsfreiheit und wenn man es doch wagen sollte, sich gegen das Reich aufzulehnen, wird man verhaftet.

Wie halten es Populisten mit der Wahrheit bzw. gibt es diese für sie überhaupt?

Populisten sind sich in jeder Situation, allen Gefahren bewusst. Sie versuchen aber, alle schlechten Neuigkeiten zu vertuschen, um mögliche Untergrundbewegungen zu verhindern. Die Wahrheit zu beschönigen bzw. komplett zu verändern und diese Lügengeschichten anschließend den Menschen glaubwürdig zu verkaufen, ist eines der wichtigsten Werkzeuge der Populisten. Es fängt allein schonmal bei der Biografie an. Hier werden alle peinlichen Details weggelassen und das langweilige Leben noch etwas aufgepäppelt. Auch bei vorgetäuschten Krisen, werden die anfangs vielleicht noch wahren Informationen komplett aus dem Rahmen gerissen und ins extreme gezogen. Dazu werden Medien genutzt, dessen Autoren ursprünglich ganz andere Themen behandelt haben, welche aber nachträglich in die gewünschte Richtung abgeändert und gedruckt werden.

Wie kann man sich selbst vor solchem Gedankengut schützen bzw. wie bemerkt man, dass es einen "erwischt" hat?

In den meisten Fällen merkt man es leider viel zu spät, wenn man in den Bann solcher Menschen gezogen hat. Das man die falsche Entscheidung getroffen hat zeigt sich, wenn sie auch so großartig en Wahlversprechen nicht durchgesetzt werden und die Situation zusätzlich noch verschlimmert. Zum Glück kann man sich aber auch gut gegen solche Intrigen wehren. Um die zu schaffen sollte man schon so früh wie möglich zu jeder Partei und allen möglichen Mitgliedern informieren um ganz sicher die richtige Entscheidung z treffen. Dies Sollte im besten Fall schon in der Schule beigebracht werden. Kritisch zu denken und alles zu hinterfragen, sind die größten Freiheiten des Menschen, die sich keiner nehmen lassen sollte!

Methode Hitler, Stalin und Tito

Die Methode Hitler: Was nicht passt, ist auch nie passiert

Adolf Hitler begann, auf Grund der Niederlage in Wien schon früh, um genau zu sagen nach dem ersten Weltkrieg über seine Kindheit zu sprechen, welch er aber ausreichend schönte um etliche Peinlichkeiten seiner langweiligen Vergangenheit zu schönen. So verbarg er beispielsweise die leicht inzestuöse Vorgeschichte seiner Eltern. Auch verbot er seinem Halbbruder sich als dieser zu outen, um die alleinige Macht über seine Biografie zu behalten. In welcher er seine Person heroisch darstellte. Der einfache Grund dafür war, dass er so schneller akzeptiert wurde, und sich so keine Vorurteile gegen ihn bilden konnten. Im Zuge des Kriegsendes, erschuf er dazu das Feindbild der Juden mit Hilfe der „Dolchstoßlegende“. Diese Lüge besagt, dass sich jüdisch Gesinnte gegen das deutsche Heer auflehnten, während dies aber ungeschlagen blieb. Mit solchen taktisch platzierten Halb- und Unwahrheiten, die er auch in „Mein Kampf“, niederschrieb baute er sich seine „heldenhafte“ Biografie immer mehr auf. Auf diesem Weg gewann er immer mehr Aufmerksamkeit und Anhänger.

Die Methode Stalin: Photoshop-Meister der Dreißigerjahre

Auch Josef Stalin, bediente sich der Methode Hitlers, da er gleichermaßen einiges, seines früheren Lebens vertuschen musste. Um seinem damaligen sozialistischem Image gerecht zu werden, verbarg der Georgier, unteranderem, dass er in seiner Jugend ein ziemlich guter Schüler und auf dem Weg Priester zu werden war. Da Stalin, das Handwerk, Daten verschwinden zu lassen, so dass, man kaum etwas von ihm wusste, wie kein anderer beherrschte, wurde er als „Mann ohne Biografie“ bezeichnet. Auch ließ der Mann, Leute aus seinem Umfeld, welche ihn verlustigen oder bekrittelten, auf magische Weise, mit ihrer gesamten Geschichte plötzlich verschwinden. Ähnlich ging er mit unzähligen Fotografien um. Stalin ließ, Menschen, Objekte und Schriftzüge, die ihm derzeit nicht passten, entfernen, welche aber manchmal wieder hinzugefügt wurden. Diese Methode, nutzte Josef, um sich jede Situation so zurechtzulegen, wie er sie für seine Vorhaben benötigte. Auf diese Weise konnte er Propaganda jeglicher Art, nach seinen Vorstellungen erschaffen und sich dem Volk, als ihr Retter und Befreier zu präsentieren.

Die Methode Tito: Wann ihr Leben beginnt, bestimmen immer noch Sie!

Josip Broz Tito ließ genau wie Hitler und Stalin, seine Vergangenheit auf sich beruhen. Er unterscheidet sich aber in einem wesentlichen Punkt von seinen Zeitgenossen. Da so gut wie keine Informationen, über sein damaliges Leben bekannt waren. Nicht mal sein Geburtsdatum konnte bis heute genau datiert werden. Dazu wird ihm eine besondere Vorsicht nachgesagt, welche ihn für viele sympathischer machte. Der Marshall, hatte früh erkannt, dass alle unwichtigen Informationen seines Lebens nur ablenken würden. Seine Biografie, bestand deshalb nur aus den 4 Jahren des gewonnenen Partisanenkrieges. Auf welchen er seine gesamte Karriere als Diktator aufbaute. Der jugoslawische „Präsident“, konnte dank dieses großen Ereignisses, sich immer darauf zurückberufen und musste, deshalb nicht aus seiner Vergangenheit erwähnen, beziehungswiese sie verbessern. Tito nutzte schließlich das Medium, des Filmes um die Glorie des Legendären Sieges gegen die Deutschen und Italiener, in privaten Kinos, hunderte Male wiederzugeben. Für die zahlreichen Produktionen gab er so viel Geld aus wie nötig war. Um die Propagandaauflagen für jeden möglichst attraktiv zu machen, baute er dazu große Hollywood-Stars ein. Diese Filme, der „Volksbefreiung“, waren wohl eines der wichtigsten Bestandteile auf dem Herrschaftsweges Titos.

Seien sie nicht für, sondern gegen etwas

Gegenetwas zu sein, hat den Vorteil, dass man zu dem Thema nichts weiterwissen muss und sich deshalb auch nicht verplappern kann. Außerdem kann man die Menschen in den meisten Fällen, mit einem einfachen „Nein“ überzeugen, dass es einem so nicht passt. Diese Methode wird von Politikern auf der ganzen Welt verwendet. Man muss ein Thema finden, gegen welches man sich konsequent dagegenstellt. Am besten sollte dies in einem kleinen Land durchgeführt werden.

In Ungarn stellte sich Horthy, mit dem Spruch „Nein, Nein, Niemals“, klar gegen den Trianon-Vertrag. Wie er diesen abschaffen wollte wusste er aber nicht. Dank Hitler ergab sich nach 20 Jahren eine Möglichkeit den Vertrag aufzulösen. Dafür musste Ungarn aber für Hitler in den Weltkrieg ziehen. Worauf Ungarn, zuerst von der Wehrmacht und dann vom Roten Heer besetzt wurde. Horthy schürte nicht nur Hass gegen die schrecklichen Kommunisten, sondern auch teilweise gegen das Jüdische Volk. Zu seinem Vorbild wurden in ganz Europa Friedensverträge aufgelöst.

Franco stellte auf ähnliche Weise, mit einem Bürgerkrieg, die Ordnung in Spanien wieder her. Überlebende wurden hart bestraft, oder mussten Zwangsarbeit leisten und beispielsweise für die verstorbene Soldaten ein Denkmal errichten. Mit diesem Krieg hat er außerdem die Religionen abgeschafft, und verbot in der Öffentlichkeit, die regionalen Sprachen zu sprechen. An der Macht blieb er dank amerikanischer Zustimmung, um die „sieben Feinde Spaniens“: Liberalismus, Demokratie, Judentum, Freimaurer, Kapitalismus, Marxismus und Separatismus weiterhin zu bekämpfen.

Salazar war ebenfalls gegen Kommunismus, aber strikt gegen die Industrialisierung. Er wollte einen Bauernstaat erschaffen. Was zufolge hatte, dass die Menschen einfach wegzogen, um gute Arbeit zu bekommen. Damals gab es gewisse Trends, denen man folgen musste. Wie die Ablehnung der Kommunisten oder der Freimaurer.

Im heutigen Zeitalter sind „die verdammten Ausländer“ im eigenen Land ein großes Thema, worauf sich viele Politiker berufen.

Ideen und Ideale

In dem Roman „Populismus leicht gemacht“, welcher 2020 im BoD, Neustett -Verlag erschien, will uns Ralf Grabuschnig klarmachen, wie sehr einem Ideale, beim Aufstieg als Alleinherrscher behilflich sein können.

Zuallererst spricht der Autor an, dass Ideen ein Blödsinn seien und man lieber auf Ideale setzen solle. Diese kann man aufbauen, wie man will, muss sie aber sobald man an der Macht ist nicht umsetzen. Sie dienen nur als Werkzeug, um die Menschen von sich zu überzeugen. Auf diese Weise hat sich sogar Donald Trump, mit leeren Versprechungen, sowie nichts aussagenden Slogans, den Weg nach oben erkämpft.

Besonders der Kommunismus baute darauf. Lenin, sowie der darauffolgende Stalin gaukelten ihrem Land vor, sich für Freiheit und Wohlstand einzusetzen. Stalin führte immer wieder neue Ideale ein. Unteranderem, dass sein Land das mächtigste und unbesiegbare wäre. Dies trieb er immer mehr in die Richtung, um sich selbst als das Vaterland darzustellen. Schlussendlich hatte er den Rang eines Zaren.  Auch Tito, der sein Reich auf dem gewonnenen Partisanenkrieg aufbaute, versprach Frieden, Gerechtigkeit sowie Antifaschismus.

Der im Luxus schwimmende „Befreier“, genoss in seinem Land und auch im Westen einen unheimlich guten Ruf. Wohlbedacht, dass alle die ihm im Weg standen, verschwanden. Zusätzlich besaß er eine Insel, ausschließlich für Gefangene. In den 60er und 70er Jahren führte der Jugoslawische-Diktator, die Reisefreiheit für normale Bürger ein. So konnte man nun auch im Ausland arbeiten und einkaufen. Sein Hervorragendes Image hat Tito in vielen Kreisen bis heute noch behalten. Mit Ende des zweiten Weltkriegs, kam die Rote Armee, unter Gheorghe Gheorghiu-Dej, in Rumänien an die Macht. Er genoss das Vertrauen Stalins und setzte seine Stalinistischen Ideale um. Nach der Machtübernahme, Nicolae Ceausescus sollte sich einiges ändern.

Inszenierungen als liberaler Reformer, Richtung Westen, verbesserten das Ansehen Rumäniens. Mit antisowjetischen Kommentaren gewann er schnell die Aufmerksamkeit Westeuropas und der USA. Er schloss mit Westdeutschland eine diplomatische Beziehung, sowie ein Handelsabkommen mit der USA. Bis der Westen das Falsche Spiel bemerkte, stand Rumänien bis in die Achtzigerjahre, finanziell sehr gut dar. Nach dem Versiegen dieser Geldquelle, wurden neue Ideale geschaffen, die den Nationalismus des Volkes wecken sollten. Nun sparte er in seinem Land ein, wo es nur ging. Er selbst lebte aber im völligen Luxus. Seine Herrschaft endete als sich 1989 sein eigenes Heer gegen ihn wandte und erschoss.

Wenn man in der Geschichte zurückblickt, müsste man sich meiner Meinung nach, nur ein gutes Image aufbauen, um die Macht zu erlangen. Hier muss man beachten, worauf die Leute aktuell stehen, bzw. was sie brauchen. Sei es Arbeit, Wohlstand oder das Verlangen nach mehr Rechten. So muss nur noch der Wunsch mit der größten möglichen Zielgruppe bestimmt und gut vermarktet werden. Falls der gewählte Weg nicht funktionieren sollte, kann man mit neu angepassten Idealen ganz einfach eine andere Richtung einschlagen.

Quellen

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